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Training Sozialer Kompetenzen
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Unter sozialer Kompetenz versteht

man

mehr     als     nur     Selbstsicherheit,     auch     wenn beide   Begriffe   synonym   gebraucht   werden.   Sie bedeutet,    dass    Jugendliche    und    Erwachsene im   Umgang   mit   anderen   Menschen   über   die folgenden Qualitäten verfügen können: ein   hohes   Maß   an   der   Fähigkeit,   sich   und andere    wertzuschätzen    und    sich    selbst zu        ermutigen        und        anzuerkennen (Gedanken) viel   Gelassenheit,   Leichtigkeit,   Mut   oder Sicherheit    sowie    viel    Wohlwollen    sich selbst         gegenüber,         Selbstvertrauen (Gefühle) ausreichend   Ruhe   und   Entspanntheit   im zwischenmenschlichen              Geschehen (Körperreaktionen) ein    breites    Spektrum    an    authentischen und   angemessenen   sowie   zielführenden Umgangsformen (Verhaltensweisen) o wie       zum       Beispiel       lehne       ich Wünsche   anderer   ab,   ohne   sie   zu kränken,   aber   auch   ohne   mich   zu kurz kommen zu lassen o wie gestalte ich eine Beziehung o wie    setze    ich    meine    berechtigten Wünsche        gegen        Widerstände anderer durch o wie    mache    ich    mich    unabhängig von den Erwartungen anderer Es    hat    sich        gezeigt,    dass    selbstunsichere Menschen    nur    in    geringem    Maß    über    diese Kompetenzen   verfügen.   Sie   werten   sich   und   / oder   andere   so   massiv   ab,   dass   sie   es   selbst fast    nicht    mehr    merken.    Sie    fühlen    sich    in vielen     Situationen     ängstlich,     unsicher,     sind körperlich     verspannt     und     in     Aufruhr     und verhalten sich oft ungeschickt.

Um Ängsten nicht ausgeliefert zu sein

haben Menschen eine Reihe von Vermeidungs- und Schutzstrategien entwickelt: Bei öffentlicher Beachtung: Sie     ziehen     sich     zurück,     lassen     sich     krank schreiben,    gehen    gar    nicht    hin,    lernen    bis    zu zwölf   Stunden   am   Tag,   trinken   vor   dem   Ausgehen Alkohol,   sie   hungern,   bis   sie   nichts   mehr   spüren, oder    nehmen    beruhigende    Medikamente    oder Drogen ein. Bei Kontaktsituationen: Sie   reden   wie   ein   Wasserfall,   sie   sagen   gar   nichts, sie        finden        Partys        und        Gesellschaften grundsätzlich        doof,        sie        schminken        sich übertrieben,     etc.     Alkohol,     Medikamente     oder Drogen spielen auch hier eine Rolle. Bei Forderungssituationen: Sie   schweigen   und   machen   sich   dabei   weis,   dass der     Klügere     immer     nachgibt,     sie     werten     ihr Anliegen    ab,    sie    rechnen    mit    Widerstand    und werden   aggressiv,   sie   lächeln   und   entschuldigen sich   für   ihr   Anliegen   etc.   Auch   hier   gilt:   Um   die gefürchteten   Körperreaktionen   zu   unterdrücken, nehmen         Betroffene         eventuell         erwähnte Substanzen ein. Bei Nein-Sagen: Sie   sagen   nichts   und   geben   nach,   sie   sagen   Ja und   machen   hintenherum   das,   was   sie   wollen, sie    lassen    Andere    auflaufen,    sie    machen    den Anderen    Vorwürfe    wegen    ihres    Anliegens,    sie verschieben   die   Antwort,   auch   wenn   sie   genau wissen,   dass   sie   Nein   sagen   möchten,   sie   melden sich   krank,   oder   sie   schieben   andere   Hindernisse wie   Kopfschmerzen   etc.   vor.   Auch   hier   sind   nicht selten Substanzen eine vermeintliche Hilfe.

Vermeidungsverhalten hat eine

wichtige Funktion (Bedeutung)

Die unangenehmen Gefühle und die unangenehmen Körperreaktionen bleiben aus oder werden weniger, sprich: sie werden eben vermieden. Die Menschen müssen sich diesen Erfahrungen, wenn sie vermeiden, nicht stellen und sind vermeintlich geschützt. Leider nur kurzfristig. Langfristig           bleiben           sie           mit           ihren Vermeidungsstrategien    im    Problem,    lösen    die Ängste   nicht   auf,   sondern   verstecken   sie   nur.   Und was   ganz   fatal   ist:   Die   Ängste   verfestigen   sich   im Laufe   der   Jahre,   werden   mehr,   breiten   sich   aus (sie   „generalisieren“)   und   führen   nicht   selten   in ernsthafte Störungen. Durch   Aufgabe   des   Vermeidungsverhaltens   und Konfrontation   mit   sozial   kompetentem   Verhalten     können        Probleme        mit        sozialer        Angst, Verspannungen,    Unsicherheiten    gelöst    werden. Dies   muss   konkret   und   systematisch   geschehen: Schrittweise,   mit   ganz   einfachen,   also   wenig   oder nicht       ängstigenden       Situationen       beginnend, konfrontieren   wir   im   Training   mit   zunächst   noch vorgegebenen     sozialen     Situationen,     schreiten unmerklich    weiter    zu    allmählich    schwierigeren Situationen,   bis   die   Teilnehmer   feststellen,   dass sie   sich   in   Situationen   freier   und   gelöster   fühlen können,   die   aufzusuchen   sie   früher   nicht   einmal erwogen hätten. Man   kann   recht   genau   und   konkret   definieren, was    sozial    kompetente    Verhaltensweisen    sind, deshalb ist es auch zu erlernen . Es    hat    sich    gezeigt,    dass    diese    kompetenten sozialen      Verhaltensweisen      wesentlich      mehr Anerkennung   und   Respekt    bei   anderen   erzeugen als die unsicheren. Menschen    können    den    „inneren“    Umgang    mit sich   selbst,   also   die   Gedanken   und   Einstellungen ebenfalls    direkt    angehen    und    verbessern.    Sie können   trainieren,   sich   selbst   positiv   zu   bewerten , ihre    Stärken    und    Fähigkeiten    zu    schätzen,    ihre Fehler     zu     respektieren,     die     Handlungen     der Mitmenschen        positiver        zu        deuten,        die vermeintlichen Gefahren relativieren usw. Indirekt   werden   sie   über   verändertes   Verhalten und    veränderte    Gedanken    ihre    Gefühle    positiv beeinflussen     können.    Und    die    Intensität    ihrer Gefühle    können    sie    mit    Achtsamkeitsübungen tatsächlich direkt steuern. Zudem      können      sie      lernen,      ihre      (eventuell massiven)    Körperreaktionen    mit    Achtsamkeit    in ihrer     Intensität     zu     beeinflussen.     Sie     können lernen,   diesen   ihre   Macht   über   sie   zu   nehmen. Durch   veränderte   Gedanken,   die   allesamt   darauf hinauslaufen,     diese     Körperreaktionen     zulassen und     akzeptieren      zu     können,     werden     sie     sie allmählich verändern können . Ein     Mensch,     der     weitgehend     entspannt     und gelassen    ist    im    Umgang    mit    anderen,    der    sich dabei               kompetent               verhält               und Selbstwertschätzung   signalisiert,   „kommt   gut   an“, wird   mehr   respektiert   und   gemocht.   Es   entsteht das   Gegenteil   eines   Teufelskreises,   ein   positiver Kreis:    Denn    die    positive    Reaktion    der    Umwelt verstärkt    auch    wieder    die    Selbstsicherheit    und damit die soziale Kompetenz.
Training Sozialer Kompetenzen
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Wie ein Schmetterling      Praxis für Soziotherapie + Systemische Familienberatung
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